Der Sommer 2026 war der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Portugal im Jahr 1931. Während heftige Regenfälle Ende August die Trockenheit im Norden und in Teilen der Landesmitte linderten, blieben der Alentejo und die Algarve von meteorologischer Dürre betroffen. Im Südosten nahm die Fläche mit schwerer Trockenheit sogar weiter zu. Besonders wenig Regen fiel an der Ostalgarve. In Olhão wurden zwischen Juni und August lediglich 0,7 mm Niederschlag gemessen. Das entspricht gerade einmal 8 % des üblichen Wertes. Damit war Olhão die niederschlagsärmste Stadt auf dem portugiesischen Festland. In einigen Gebieten des Sotavento erreichte die Niederschlagsmenge weniger als 25 % des langjährigen Durchschnitts. Nach Angaben des portugiesischen Wetterdienstes IPMA lag die durchschnittliche Temperatur auf dem Festland im Sommer bei 23,17 °C. Das waren 1,21 °C mehr als im Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Nur die Sommer 2025 und 2005 waren seit 1931 noch wärmer. Zwei ausgeprägte Hitzewellen prägten die Monate Juni und Juli. Auch Sagres war betroffen: Dort hielt die Hitzewelle vom 2. bis zum 7. Juli an.
Landesweit fiel im Sommer durchschnittlich 43,3 mm Regen, etwa 97 % des Normalwertes. Ausschlaggebend waren kräftige Niederschläge Ende August, als regional ein Vielfaches der üblichen Monatsmenge zusammenkam. Davon profitierte der Süden jedoch kaum ausreichend. Ende August befanden sich noch 70,5 % des portugiesischen Festlands in einer Dürrephase. Auf die schwere Dürre entfielen 7,2 % der Landesfläche. Die Daten zeigen, wie unterschiedlich sich die Wetterlage entwickelte. Für die Algarve bleibt die angespannte Wassersituation eine zentrale Herausforderung.

