Für Verbraucher im regulierten Energiemarkt stiegen gestern, 1. Oktober, die Preise für Strom und Erdgas. Nach Angaben der portugiesischen Energieaufsicht ERSE verteuerte sich die Stromrechnung im Durchschnitt um 2,7 %. Beim Erdgas stieg der Endpreis um durchschnittlich 6,4 %. Bei Strom betrifft die Anpassung rund 779.000 Kunden im regulierten Markt. Für einen Zweipersonenhaushalt ohne Kinder mit einer Anschlussleistung von 3,45 kVA und einem Jahresverbrauch von 1.900 kWh bedeutet die Erhöhung rund € 0,95 pro Monat. Die durchschnittliche Monatsrechnung steigt damit auf € 37,77. Bei einem Haushalt mit zwei Kindern, 6,9 kVA Anschlussleistung und einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh kommen monatlich rund € 2,70 hinzu. Die Rechnung liegt dann bei durchschnittlich € 97,73.
Als Grund für die höheren Stromtarife nennt die ERSE gestiegene Beschaffungskosten. Dazu beigetragen haben demnach höhere Preise am Spotmarkt für Energie sowie ein Anstieg der Erdgaspreise. Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung im dritten Quartal. Auch Erdgas wird im regulierten Markt teurer. Die ERSE rechnet für das Gasjahr 2026/2027 mit rund 431.000 betroffenen Kunden. Je nach Verbrauch steigt die monatliche Belastung inklusive Steuern und Abgaben um € 0,91 bis € 1,62. Die neuen Tarife gelten ausschließlich für Kunden im regulierten Markt. Im freien Markt legen die Anbieter ihre Preise und Vertragsbedingungen selbst fest. Eine automatische Übernahme der Erhöhungen ist dort daher nicht vorgeschrieben. Für Haushalte mit Sozialtarif bleibt der Rabatt von 31,2 % bestehen. Er gilt laut ERSE sowohl im regulierten als auch im freien Energiemarkt.

