Nach einer ersten Auswertung der Sommersaison dämpft die Tourismusbranche ihre Erwartungen – es gibt eine neue Tourismusprognose: Anders als zu Jahresbeginn rechnet die Algarve 2026 nicht mehr mit einem weiteren Wachstum. Nach Angaben von Branchenvertretern bewegt sich die Nachfrage zwar weiterhin auf einem soliden Niveau, die Dynamik der vergangenen Jahre habe jedoch spürbar nachgelassen. Statt neuer Rekorde rückt nun die Stabilisierung der Auslastung in den Mittelpunkt. Während sich die Lage im Süden vergleichsweise robust zeigt, berichten Hotels in Lissabon von einem schwierigen Sommer. Dort bleibt die Auslastung hinter den Erwartungen zurück. Als Ursachen gelten unter anderem eine veränderte Nachfrage, ein stärkerer internationaler Wettbewerb sowie das wachsende Angebot an Unterkünften. Die Einnahmen könnten im Gesamtjahr zwar noch um bis zu 5 % steigen, dies wäre jedoch vor allem auf höhere Zimmerpreise zurückzuführen – nicht auf mehr Übernachtungen oder eine höhere Belegung.
Für die Algarve bedeutet die Entwicklung vor allem eine Rückkehr zu realistischeren Erwartungen. Nach mehreren Jahren mit außergewöhnlich starkem Aufschwung bewertet die Branche eine stabile Saison inzwischen ebenfalls als Erfolg. Entscheidend werde sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern und die Abhängigkeit von einzelnen Quellmärkten weiter zu verringern.

