Die Kommunen der Algarve wollen künftig gemeinsam gegen die invasive Pflanzenart Pampasgras vorgehen. Wie der Städtetag der Algarve (AMAL), der alle 16 Rathäuser des Distrikts Faro angehören, mitteilte, schließt sich die Region einer transnationalen Strategie zur Bekämpfung der Art an. Im Mittelpunkt steht die Pflanze Cortaderia selloana, besser bekannt als Pampasgras. Die ursprünglich aus den gemäßigten Regionen Südamerikas stammende Art gilt als eine der am weitesten verbreiteten invasiven Pflanzen in Portugal. Nach Angaben der AMAL bedroht sie die Biodiversität, beeinträchtigt natürliche Landschaften und verursacht wirtschaftliche sowie ökologische Schäden. Die Pflanze kann bis zu drei Meter hoch werden und verdrängt heimische Vegetation. Zudem wird ihr nachgesagt, Allergien auszulösen und die Vernetzung natürlicher Lebensräume für Tiere zu beeinträchtigen. Auch die Produktivität von Weideflächen und Wäldern leide unter der zunehmenden Ausbreitung.
Besonders problematisch sei laut des Städtetages der Einfluss auf den Tourismus: Durch die Veränderung des Landschaftsbildes verliere die Region an natürlicher Attraktivität. Gleichzeitig verursache die Bekämpfung der Pflanze hohe Kosten. Um die weitere Verbreitung einzudämmen, beteiligt sich die Algarve künftig am europäischen Projekt „Life Coop Cortaderia“. Ziel ist es, Wissen, technische Ressourcen und Strategien zwischen Kommunen und Fachstellen auszutauschen. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur Früherkennung, Überwachung und Eindämmung invasiver Arten. Dem Projekt gehören derzeit mehr als 180 Partnerorganisationen aus Portugal, Spanien und Frankreich an. Sie arbeiten gemeinsam an Aufklärungskampagnen, Monitoring-Programmen und Initiativen zur Ausrottung invasiver Pflanzenarten.
Bild: CC BY-SA 3.0

