Der April 2026 war laut dem Portugiesischen Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) der sechstwärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1931. Die durchschnittliche Höchsttemperatur lag bei 22,59 Grad Celsius und damit rund 3,29 Grad über dem Normalwert. Nach Angaben des IPMA erreichte die durchschnittliche Lufttemperatur im April 16,10 Grad Celsius. Das entspricht einer Abweichung von plus 2,12 Grad im Vergleich zur Referenzperiode 1991–2020. Auch die durchschnittliche Mindesttemperatur lag mit 9,60 Grad Celsius etwa 0,95 Grad über dem langjährigen Mittel. Im vergangenen Monat wurden zudem zwei Hitzewellen registriert. Besonders betroffen waren die Regionen im Norden und Zentrum des Landes, das Tejo-Tal sowie das Landesinnere des Alentejo. In Miranda do Douro und Pinhão hielten die Bedingungen einer Hitzewelle fast zwei Wochen ununterbrochen an. Gleichzeitig war der April auch außergewöhnlich trocken. Nach Angaben des IPMA handelte es sich um den zehnttrockensten April seit 1931 und den vierttrockensten April dieses Jahrhunderts.
Die gesamte Niederschlagsmenge lag bei lediglich 28,4 Millimetern Regen pro Quadratmeter und erreichte damit nur 38 % des für den Monat üblichen Wertes. In mehreren Distrikten, darunter Aveiro, Lissabon, Évora, Setúbal, Beja und Faro, fiel weniger als ein Viertel der normalerweise im April erwarteten Niederschlagsmenge. Die warmen und trockenen Wetterbedingungen führten außerdem zu einem deutlichen Rückgang der Bodenfeuchtigkeit. In allen Distrikten im Landesinneren des Nordens und Zentrums sowie in weiten Teilen des Südens lagen die Werte unter 40 %.

