Algarve-Rundfahrt

Die Volta ao Algarve wird vom 19. – 23. Februar auf bekannten Wegen unterwegs sein. Allerdings wurden die Etappen für die 46. Austragung des Rennens, das zur neuen UCI ProSeries gehört, neu angeordnet, sodass sich die Rundfahrt, wie zuletzt 2013, im Einzelzeitfahren in Lagoa entschieden wird

Die Algarve-Rundfahrt, die seit 2005 zur Europe Tour zählte und 2017 in die Kategorie 2.HC klassiert wurde, stieg nun erneut im UCI-Ranking auf und ist Teil der neu geschaffenen UCI ProSeries, die im europäischen Straßenradsport-Kalender gleich unterhalb der UCI WorldTour steht. Die erste Austragung im Jahr 2020 besteht aus 57 Rennen, davon 30 Eintages- und 27 Etappenrennen. 49 finden in Europa, fünf in Asien und drei in Amerika statt. Start der Serie war im Januar die argentinische Vuelta a San Juan Internacional. Das Finale bildet der Japan Cup im Oktober. An den einzelnen Rennen können neben UCI ProTeams auch die höchste Kategorie der UCI-registrierten Radsportteams, die UCI WorldTeams teilnehmen. Außerdem können UCI Continental Teams und Nationalteams eingeladen werden. „Wir danken den Teams und Sportlern sowie unseren Partnern und Sponsoren, die in den letzten Jahren die Volta ao Algarve bereichert und zu ihrem Erfolg beigetragen haben. Die Volta ao Algarve hat Anhänger aus der ganzen Welt gewonnen und die Region durch beispielhafte Medienberichterstattung gefördert“, so der Vorsitzende der portugiesischen Radsportföderation nach der Aufnahme in der neuen UCI-ProSeries.

Die Volta ao Algarve ist das sechste Rennen im Kalender und findet zum gleichen Zeitpunkt wie die Vuelta a Andalucía statt. Trotzdem hatten sich Anfang Januar bereits elf WorldTour-Teams angemeldet.

Los gehen soll es am 19. Februar mit der relativ flachen, aber über 200 Kilometer langen Auftaktetappe von Portimão nach Lagos, wo ein Sprint erwartet wird und die 2019 von Fabio Jakobsen (Deceuninck – Quick-Step) gewonnen wurde. Am darauffolgendem Tag geht es von Sagres zur Bergankunft am Fóia im Monchique-Gebirge. Dort legte 2019 Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) den Grundstein für seinen Gesamtsieg. Der Schlussanstieg dort ist 7,8 Kilometer lang und im Schnitt 6,3 Prozent steil. Am dritten Tag wird das bislang als vierte Etappe ausgetragene, 200 Kilometer lange Teilstück zwischen Faro und Tavira, ausgetragen. Hier gewann 2018 und 2019 Dylan Groenewegen (Jumbo – Visma), zuvor waren aber auch Marcel Kittel und André Greipel dort siegreich. Die in den beiden vergangenen Jahren entscheidende Bergankunft von Malhão (2,5 km bei 9,9 %) steht diesmal am vorletzten Tag auf dem Kalender, bevor die Volta ao Algarve schließlich am 23. Februar mit dem 20,3 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Lagoa endet, das bislang die dritte Etappe war und 2019 von Stefan Küng (Groupama – FDJ) gewonnen wurde.

An den Start gehen vier der fünf besten Teams der Weltrangliste: das belgische Deceuninck-QuickStep, das deutsche Borahansgrohe, das UAE Team Emirates und das kasachische Astana Pro Team, das in den beiden vergangenen Jahren nicht an der Volta ao Algarve teilnahm. Weitere teilnehmende WorldTour-Teams sind das britische Team INEOS, das belgische Loto-Soudal, das amerikanische Trek-Segafredo, das französische Groupama-FDJ, das deutsche Team Sunweb, das israelische Team Start-Up-Nation und das polnische CCC-Team. Die spanischen Teams Caja Rural-Seguros RGA und Fundación-Orbea, die belgischen Alpecin-Fenix und Circus-Wanty Gobert sowie das Uno-X Norwegian Development Team sind die teilnehmenden UCI ProTeams. Portugal wird im Rennen durch acht UCI Continental Teams vertreten sein: Aviludo-Louletano, Atum General-Tavira-Maria Nova Lounge Hotel, Efapel, Kelly-InOutBuid-UDO, LA Alumínios-LA Sport, Miranda-Mortágua, Rádio Popular-Boavista und W52-FC Porto.

Um Radfahren generell zu fördern, riefen die portugiesische Radsportföderation und Cofidis dieses Jahr das Programm „Cycling goes to School“ ins Leben, das sich vor allem an Schulen richtet. Im Rahmen dieser Initiative werden die Schüler von Portimão, Sagres und Faro, in denen die ersten drei Etappen stattfinden, dazu eingeladen, mit an den Start zu gehen. Zudem wird in Albufeira (4. Etappe) eine Family Tour ausgetragen, zu der Menschen aller Altersgruppen eingeladen sind. Hobby-Radsportler, die Seite an Seite mit ihren Idolen fahren wollen, haben dazu am 23. Februar in Lagoa beim Algarve Granfondo Cofidis die Möglichkeit. Zwei Strecken stehen zur Wahl: Granfondo mit 121 km und Mediofondo mit 78,7 km.

Die genauen Strecken der jeweiligen Etappen und weitere Informationen zur Algarve-Radrundfahrt sind unter voltaaoalgarve.com abrufbar (Portugiesisch und Englisch).

Die Etappen:
1. Etappe: 19. Februar: Portimão – Lagos, 195,6 km
2. Etappe: 20. Februar: Sagres – Fóia (Monchique), 183,9 km
3. Etappe: 21. Februar: Faro – Tavira, 201,9 km
4. Etappe: 22. Februar: Albufeira – Malhão (Loulé), 169,7 km
5. Etappe: 23 Februar: Lagoa – Lagoa, Einzelzeitfahren / 20,3 km

Text: Anabela Gaspar
Foto: BettiniPhoto
in ESA 02/20

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