Verluste für Portugals Kultur

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In diesem Monat verabschiedete sich Portugal von drei Kulturgrößen.
Der Fado-Sänger Carlos do Carmo starb am 1.1. im Alter von 81 an einem Aortenaneurysma. Er galt als „Stimme Lissabons“. Die Regierung erklärte, dass die Nachricht vom Tod des Sängers mit „extremer Bestürzung“ und „tiefer Trauer“ aufgenommen worden sei und verkündete für den 4.1. eine eintägige Staatstrauer. 2014 war der fadista für sein Gesamtwerk mit einem Latin Grammy Award ausgezeichnet worden. Dem europäischen Publikum wurde Carlos do Carmo durch seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 1976 für Portugal bekannt, außerdem durch spätere Fado-Klassiker wie „Lisboa menina e moça“. Im November 2019 hatte sich Carlos do Carmo mit zwei ausverkauften Konzerten von der Bühne verabschiedet.
Am 5. Januar starb der 83-jährige Bildhauer João Cutileiro, der zwischen 1970 und 1985 in Lagos lebte. Dort befinden sich mehrere Skulpturen, von denen die bekannteste – und zum Zeitpunkt der Einweihung die umstrittenste – die des Königs D. Sebastião am Platz Gil Eanes ist. Weitere von Cutileiro in Lagos aufgestellte Skulpturen sind „Venus Deitada“ in der Rua Portas de Portugal oder das Triptychon in Anspielung auf die Schlacht Alcácer Quibir sowie „Lagos und das Meer“, die sich im Jardim da Constituição befinden. Das Rathaus von Lagos will im Laufe dieses Jahres eine Reihe von kulturellen Initiativen als Hommage an den polemischen Bildhauer organisieren.
Ebenfalls in Lagos lebte der Ton-Meister Jorge Mealha, einer der bedeutendsten Keramiker Portugals, der gestern, am 21. Januar 2020, verstarb. ESA hatte den Künstler 2012 vorgestellt.

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