UNESCO-Geopark

Die Rathäuser von Loulé, Silves und Albufeira, in Zusammenarbeit mit der Universität der Algarve und dem Zentrum für Meereswissenschaften, sind dabei, eine Kandidatur für einen UNESCO-Geopark auszuarbeiten. Zum zukünftigen Geoparque Algarvensis gehören Gebiete im Hinterland der drei genannten Gemeinden, die aus geologischer und paläontologischer Sicht interessant sind.
Ausgangspunkt war die Entdeckung von Fossilien eines Riesensalamanders (Metoposaurus Algarvensis) aus der Trias nahe Penina im Hinterland von Loulé in 2010, der 2015 als neue Spezies anerkannt wurde. Mittlerweile wurden 12 weitere Fossilien von dem Riesensalamander sowie von anderen Tieren entdeckt. Spezialisten der Universidade Nova de Lisboa analysieren derzeit, ob es sich dabei ebenfalls um bislang unbekannte Spezies handelt.
Zudem gehören zum Gebiet des Geoparks der Rocha da Pena im Raum Loulé, ein Tafelberg aus besonders hartem Kalkstein der typische Karstmerkmale, wie Karrenfelder, Dolinen und Höhlen aufweist; das Tal rund um die Burg von Paderne oder der Grés de Silves, ein für das Gebiet typischer Sandstein mit hohem Tonanteil. Zusammen erzählen diese Gebiete eine 360 Millionen Jahre alte Geschichte.
Und genau das sind UNESCO-Geoparks: Regionen mit bedeutenden Fossilfundstellen, Höhlen, Bergwerken oder Felsformationen. Sie laden ein, den Planeten Erde und die Bedingungen des Lebens auf den Spuren der Vergangenheit besser zu verstehen.
Ziel der Rathäuser mit der Bewerbung ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung des Gebietes, aber auch seine Bekanntmachung als potenziell touristisches Ziel für Touristen, die nicht nur Sonne und Strand suchen.
147 UNESCO-Geoparks in 41 Staaten gibt es weltweit, sechs davon in Deutschland, drei in Österreich und vier in Portugal (Azoren, Arouca, Naturtejo da Meseta Meridional und Terras de Cavaleiros). 2025 soll Portugals Liste durch den Geoparque Algarvensis erweitert werden.
Foto: CMA©RuiGregorio

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