Umweltschützer gegen Tourismusprojekte

0

Das seit 1999 für Vilamoura geplante Projekt Cidade Lacustre stand vor Kurzem erneut zur öffentlichen Konsultation, nachdem das Projekt wieder überarbeitet wurde. Doch laut dem Umweltschutzverband Almargem sind die Änderungen geringfügig. Das Projekt würde weiterhin gegen den regionalen Raumordnungsplan und die geltenden Umweltvorschriften verstoßen. Zudem würde es angesichts des Klimawandels und des ansteigenden Meeresspiegels keinen Sinn machen. Laut Luís Brás, Pressesprecher von Almargem, wurden bei der Genehmigung des Projektes alle Umweltkriterien missachtet. Und dies obwohl das Projekt die Überflutung der letzten fruchtbaren Grundstücke am Ufer der Ribeira de Quarteira vorsieht, was zu einer erhöhten Salzintrusion im Grundwasser führen und die Wasserressourcen angreifen wird.
Die Umweltschützer bezeichnen die geplante Tourismusanlage, die drei Seen, die untereinander und mit der Marina von Vilamoura verbunden sind, miteinbezieht und um die Hotels, Tourismusanlagen und Villen gebaut werden sollen, weiterhin als „Todesurteil für Vilamoura“ und fordern, dass die Regierung das Projekt stoppt. Sollte dies nicht geschehen, droht Almargem wieder damit, eine Klage gegen den portugiesischen Staat beim europäischen Gerichtshof einzureichen.
Ein weiteres Tourismusprojekt, das von Almargem kritisiert wird, ist das Resort Monte da Ribeira nahe Arimbo im Kreis São Brás de Alportel. Neben touristischen Apartments sollen ein Hotel und Villen gebaut werden. Almargem ist der Ansicht, dass dieses Projekt das „Entwicklungs“-Modell wiederholt, das „die Algarveküste unter Druck gesetzt und in vielen Fällen dazu beigetragen hat, die Umwelt und die Identität der Region zu disqualifizieren“. Die Anlage soll nur 300 Meter von dem Gebiet gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB, unter der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) Caldeirão entfernt gebaut werden und wird einen im regionalen Raumordnungsplan anerkannten und wichtigen ökologischen Korridor der Algarve unterbrechen. Dennoch fordern sie nicht den Stopp des Projektes, sondern seine Überarbeitung, um „tatsächlich ein nachhaltiges Naturtourismusprojekt zu werden“.

Share.

Comments are closed.

Scroll Up