Roman von Lídia Jorge wird verfilmt

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„Milene“ ist der deutschsprachige Titel eines Romans der algarvischen Schriftstellerin Lídia Jorge, der 2002 im Original (O Vento Assobiandonas Gruas) publiziert wurde. Nun wird das Buch von der seit 30 Jahren in Portugal lebenden Schweizer Regisseurin Jeanne Waltz verfilmt. Die Dreharbeiten begannen Ende April im Raum Tavira und ziehen sich noch über den gesamten Monat Mai. „Milene“ spielt in der Gegenwart und thematisiert die Auswirkungen der portugiesischen Kolonialgeschichte auf das Leben in der fiktiven portugiesischen Küstenstadt Valmares anhand von Ereignissen im Leben einer weißen Frau. Laut der Autorin geht es um einen Kulturwandel der südeuropäischen Länder, um Akkulturation und Rassismus.
„Nachdem ich den Roman vor einigen Jahren gelesen hatte, war ich daran interessiert, ihn zu verfilmen. Ich setzte mich mit Lídia Jorge in Verbindung, der die Idee sofort gefiel“, so die Schweizer Filmemacherin. Lídia Jorge legt „völliges Vertrauen“ in die Regisseurin und ihr Team: „Ich weiß, dass sie mit größter Sorgfalt arbeiten, dass sie mein Buch wertschätzen und respektieren und dass dieser Film ein Herzensprojekt ist“.
Rita Cabaço und Milton Lopes spielen die Hauptrollen im Film. Weitere Schauspieler sind Ana Zanatti, Beatriz Batarda, Isabel Cardoso und João Lagarto. Für den Soundtrack zeichnet der Musiker Dino d’Santiago aus Quarteira verantwortlich. Der Film ist eine Koproduktion zwischen Portugal (CRIM Productions) und der Schweiz (Box Productions), mit der Beteiligung der öffentlichrechtlichen Sender der beiden Länder und der Unterstützung von EURIMAGES, dem Fonds des Europarates zur Filmförderung. Die Premiere ist für 2022 geplant.
Foto: Frank Ferville

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