Nach den anhaltenden Regenfällen der vergangenen Wochen sind die Stauseen im Süden Portugals vollständig gefüllt. Laut José Pimenta Machado, Präsident der Portugiesischen Umweltagentur APA, liegt die Wassermenge derzeit auf einem Niveau, das für zwei bis drei Jahre ausreichen könnte.
Insgesamt hat das portugiesische Festland aktuell 12.610 Hektometer³ Wasser gespeichert – das entspricht 95 % der Gesamtkapazität. Die Stauseen, die sonst besonders wasserarm sind, sind nun vollständig gefüllt. Auch die Algarve-Stauseen Arade und Funcho wurden massiv gefüllt, einige mussten Wasser ablassen.
Pimenta Machado bezeichnete die Lage als außergewöhnlich. „Von Bragança bis Faro waren alle Regionen betroffen. So etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt“, sagte er. Selbst Flüsse wie der Chança, ein Nebenfluss des Guadiana, erreichten Spitzen von 1.100 m³/s, die Mündung des Guadiana sogar rund 6.000 m³/s.
Die außergewöhnliche Füllung erklärt sich durch eine Kombination aus intensiven Regenfällen, Schneeschmelze und Rückfluss von Wasser aus Spanien. In vielen Stauseen, die in den letzten zehn Jahren nur teilweise gefüllt waren, ist nun das Maximum der letzten Dekade erreicht.
Dank dieser Situation sieht Pimenta Machado den Wasservorrat für die nächsten Jahre als gesichert. Dennoch betont er, dass die vergangenen Wochen herausfordernd waren, da die starken Niederschläge und Hochwasser in mehreren Flüssen kontrolliert werden mussten, um Überschwemmungen zu verhindern.
Die APA beobachtet weiterhin die Pegelstände und leitet bei Bedarf kontrollierte Wasserabgaben ein, um Infrastruktur und Bevölkerung zu schützen.

