Nachruf Brigitte Dexheimer

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Es erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod der Künstlerin Brigitte Dexheimer, alias Luca (26. August 1966 – 29. Oktober 2020).
Zusammen mit dem 2018 verstorbenen Galeristen und Autor Rolf Osang baute Luca nahe Monchique das Künstlerdörfchen Porca Preta auf, das bis zum Schluss ihr Zuhause war. Dort, inmitten der Natur und ihrer sechs Hunde, fühlte sich die Saarländerin geborgen und konnte ihrer Leidenschaft, der Malerei, nachgehen. Ihre letzte Ausstellung musste Corona bedingt abgesagt werden. Luca hatte eine Reihe neuer Bilder gemalt, die ihre Verbundenheit zu Tieren spiegeln und die Intensität des Ausdrucks und der Farben sowie eine beeindruckende Genauigkeit der dargestellten Elemente gemeinsam haben. Die Vielfalt des Geschehens in Lucas Bildern zwingt den Betrachter dazu, darin einzutauchen, um sie zu entziffern, oder es zumindest zu versuchen. Man muss genau hinschauen, denn erst bei näherer Betrachtung entdeckt man all das, was Lucas Werke ausmacht. Und es ist viel! Kleine versteckte Details erweisen sich als unentbehrlich, um das Ganze zu verstehen, und können dem Gemälde eine andere Bedeutung geben, als es den Anschein hat. „Viele betrachten meine Bilder als düster. Ich empfinde sie ganz und gar nicht so. Es ist auch nicht mein Ziel, die Menschen traurig zu stimmen“, hatte Luca der ESA im Interview gesagt.
Das Thema der Ausstellung war „Ursehnsucht“. Der Begriff markiert eine Sehnsucht, die tief im Menschen sitzt und immer wieder antreibt, Neues zu suchen und zu finden. Für Luca hört diese Suche nun auf.

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