Merkwürdig – Überquerung des Südatlantiks mit dem Flugzeug

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Vor 99 Jahren, am 30. März 1922, startete die erste Überquerung des Südatlantiks mit dem Flugzeug. Die Protagonisten waren Gago Coutinho und Sacadura Cabral von der portugiesischen Marine. Mit dem Eintritt Portugals in den Ersten Weltkrieg war der damalige Oberleutnant Sacadura Cabral der Hauptverteidiger des Einsatzes von Flugmitteln. Nachdem er im Januar 1917 in Frankreich den Pilotenkurs absolviert und sich auf Wasserflugzeuge spezialisiert hatte, schlug er dem Marineminister die Schaffung eines Luftüberwachungsgeräts an der Küste vor. Sein Argument: So können feindliche U-Boote besser erkannt werden.
Deshalb wurden zwei Wasserflugzeuge vom französisch-britischen Konsortium FBA angeschafft. 1917 begann offiziell die Fliegerei in der portugiesischen Marine. Nach Ende des Ersten Weltkrieges und zum 100-jährigen Jubiläum Brasiliens kam Sacadura Cabral die Idee der Flugreise: von Lissabon nach Rio de Janeiro. Doch Cabral brauchte dafür Navigationsmöglichkeiten. Da kam sein Kollege Gago Coutinho ins Spiel, ein erfahrener Experte für die Verfahren zur Positionierung an Land und auf See. Ihm gelang es, die Technik für die Luftfahrt anzupassen. Diese Technik wurde wenige Tage vor dem Start der Reise nach Rio de Janeiro getestet – bei einem Flug von Lissabon nach Madeira. Schließlich war der Test erfolgreich und am 30. März 1922 ging es um 7 Uhr los. Die Marineangehörigen starteten mit dem Wasserflugzeug Fairey III D Mkll (Lusitânia) in Richtung Brasilien. Die erfolgreiche Überquerung des Südatlantiks ist eines der wichtigsten Kapitel der portugiesischen Marinefliegerei.

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