Krankenpfleger am Strand

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Die Krankenpfleger der Gesundheitszentren der Region wurden kurzfristig per Mail von der regionalen Gesundheitsbehörde ARS informiert, dass sie ab Anfang dieser Woche auch den Betrieb der 32 Erste-Hilfe-Stationen sicherstellen müssen. „Diese Verpflichtung bedeutet, dass die Aufgaben in den Gesundheitszentren vernachlässigt werden müssen und sorgt einmal mehr für starke Unzufriedenheit unter den erschöpften Krankenpfleger – viele haben keinen freien Tag und arbeiten 12-Stunden-Schichten“, prangert Nuno Manjua, Leiter der regionalen Abteilung der Krankenpfleger-Gewerkschaft (SEP) an.
Laut SEP stehen Krankenpfleger „kurz vor einem Burnout und Muskel-Skelett-Verletzungen führen dazu, dass immer mehr Fachkräfte krankgeschrieben sind. Der Mangel an Krankenpfleger nimmt somit zu und die Lage der öffentlichen Gesundheit verschlechtert sich“. Seit eineinhalb Jahren seien die Krankenpfleger unermüdlich im Einsatz. Viele hätten in der Zeit keinen Urlaub gehabt. „Lange kann dies so nicht weitergehen“, warnt SEP und macht die regionalen Behörden für das Problem verantwortlich, da „sie vom Staat keine Lösung verlangen“.
Die SEP fordert, dass „Bedingungen geschaffen werden, um Studenten, die am Ende ihres Studiums sind, im Gesundheitssystem aufzunehmen. Zudem muss die Regierung die Arbeitsbedingungen der Krankenpfleger aufwerten und dem Beruf mehr Wertschätzung entgegenbringen, sodass diejenigen, die hier arbeiten, nicht auswandern und diejenigen, die im Ausland sind, zurückkehren“.

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