Klimaschutz-Index

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Portugal fiel acht Positionen auf den 25. Platz zurück, gehört aber immer noch zu den mit gut bewerteten Ländern. Laut des Umweltschutzvereins Quercus ist dies das schlechteste Ergebnis denn je. Die Umweltschützer nennen als Ursache das Ende der Wirtschaftskrise, das zu einem erhöhten Energiekonsum und dementsprechend zu höheren Treibhausgasemissionen führte, sowie die extreme Dürre, unter der das Land leidet.
Der Umweltschutzverein Zero nennt zudem die Waldbrände als mögliche Ursache und erklärt, dass wegen der Dürre die Wasserkrafterzeugung zurückging, dafür die Kohlekraftwerke stärker im Einsatz waren. Daher erhielt Portugal in den Kategorien Erneuerbare Energien und Energieverbrauch eine mäßige und eine schlechte Bewertung. Francisco Ferreira von Zero hofft jedoch, dass diese Bewertung in den nächsten Jahren anders ausfällt, zumal die Regierung das Kohlekraftwerk von Pego Ende 2021 stilllegen will und das von Sines im September 2023 (s. S. 52). Zusammen sind diese Kraftwerke für 15 % der Treibhausgasemission des Landes zuständig. Der Klimaschutz-Index (KSI) veranschaulicht die wichtigsten regionalen Unterschiede in den Klimaschutzanstrengungen der 56 beurteilten Länder und der EU. Ziel ist es, den politischen und öffentlichen Druck auf die Länder zu verstärken, die noch zu wenig ambitionierten Klimaschutz leisten.
Dem KSI 2019 zufolge zeigt kein Land eine Leistung, die insgesamt als sehr gut bewertet werden kann, das heißt, kein Land erbringt seinen erforderlichen Beitrag, um die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Im Ergebnis erreicht daher kein Land die ersten drei Plätze. Auf Rang vier kommt Schweden, gefolgt von Marokko und Litauen. Die Schweiz gehört zu den mit gut bewerteten Ländern, Deutschland befindet sich in der Gruppe der Länder mit einer mäßigen Klimaschutzleistung und Österreich gehört zu den insgesamt schlecht eingestuften Ländern. Schlusslichter des KSI sind Saudi-Arabien, die USA, Iran mit einer schlechten oder sehr schlechten Bewertung in fast allen Kategorien.
Foto: Germanwatch

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