Klage gegen Flughafenbau

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Acht portugiesische Umweltschutzorganisationen und die nichtstaatliche Organisation ClientEarth reichten im Lissabonner Verwaltungsgericht eine Klage ein, deren Ziel die Nichtigerklärung der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) des Flughafen Montijo ist. Die Umweltschützer sind der Ansicht, dass die portugiesische Umweltagentur APA keine „glaubwürdige Umweltverträglichkeitsprüfung“ durchführte und behaupten, dass der Bau des Flughafens „dauerhafte Auswirkungen“ auf die Vögel und die geschützten Lebensräume am Tejo-Fluss hätte, zusätzlich zu den schwerwiegenden Folgen für die Sicherheit der Flugzeuge und die Gesundheit der Bevölkerung, die, durch die Zunahme des Luft-, Straßen- und Flussverkehrs, durch Lärm und Verschmutzung beeinträchtigt werde. Die in der UVS angekündigten Kompensations- und Minderungsmaßnahmen für die Auswirkungen auf die Vogelwelt und das Schutzgebiet, würden in Wirklichkeit dazu dienen, „die systematischen Versäumnisse bei der Erhaltung und Verwaltung dieses Gebietes zu vertuschen“, so die Umweltschützer.
Der Bau des Flughafens wird auch international kritisiert. In den Niederlanden rief der Verein Bird Life eine Petition gegen den portugiesischen Flughafen ins Leben, die bereits über 40.000 Personen unterschrieben. Grund dafür ist, dass die Uferschnepfe, der nationale Vogel der Niederlande, im Tejo-Ästuar ein wichtiges Überwinterungs- und Rastgebiet findet.

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