Fremdenverkehrsabgabe

Das Rathaus von Vila Real de Santo António, das hoch verschuldet ist, war das einzige der Region, dass die vom regionalen Städtetag AMAL Ende 2018 beschlossene Fremdenverkehrsabgabe von € 1,5 pro Nacht bis maximal sieben Tage für die Monate März bis Oktober einführte. Es rechtfertigt die Erhebung der Gebühr durch die Notwendigkeit die Stadt als Reiseziel zu fördern und Großveranstaltungen der Gemeinde zu finanzieren sowie die Instandhaltung von touristischen Einrichtungen und Infrastrukturen.
Die Rathäuser von Faro und Portimão haben Pläne ausgearbeitet, die die Einführung im März 2020 vorsehen. Silves ist das einzige Rathaus, das gegen die „Bettensteuer“ ist. Im Städtetag – dessen Vorsitzender seit Kurzem der Bürgermeister von Olhão, António Pina, ist – wird noch diskutiert, welchen Zwecken die Fremdenverkehrsabgabe, die schätzungsweise jährlich € 20 Mio. einbringen könnte, dienen soll.
Für den Hotelierverband der Algarve AHETA handelt es sich dabei „nicht um eine Abgabe, sondern um eine weitere Steuer“, weshalb der Verband die Entscheidung gerichtlich angefochten hat und fordert, dass die Maßnahme als rechtswidrig erklärt wird. Nun kündigte der Vorsitzende von AHETA Elidérico Viegas an, in allen Bezirken, die die Fremdenverkehrsabgabe einführen, Berufung einzulegen.
AHETA hatte AMAL eine geteilte Verwaltung der Gelder vorgeschlagen: Ein Drittel der Einnahmen sollten der Förderung der Region als Reiseziel auf nationaler und internationaler Ebene dienen. „Sie lehnten den Vorschlag ab“, so Elidérico Viegas. „Einige sagten, sie wüssten nicht, wann sie die Steuer einführen würden, andere reagierten nicht einmal“, fügt er hinzu.

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