Flamingos nisten erstmals in Portugal

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Nach Angaben des Naturschutzinstituts ICNF gibt es Flamingo-Kolonien, die erstmals in Portugal nisten. Das ICNF erinnert daran, dass es 2010 bereits einen ersten Nistversuch in Portugal gab, allerdings ohne Erfolg.
In den letzten Jahren „hat die Flamingo-Population in Portugal zugenommen, auch in vielen Feuchtgebieten, in denen sie zuvor kaum beobachtet wurden. Doch trotz der signifikanten Zunahme, nistete diese Art immer noch nicht effektiv in Portugal“, erklärt das ICNF.
Die wissenschaftlichen Gründe, die dazu führten, dass Flamingos nun hier nisten, „sind noch nicht bekannt“. Basierend auf den Beobachtungen der Naturwächter und der Techniker des Zentrums für Migrationsstudien und Vogelschutz (CEMPA) des ICNF „ist es möglich, eine Zunahme der Ernährungs- und Rastgebiete dieser Art in Portugal zu beobachten, begleitet von einem Rückgang menschlicher Aktivitäten aufgrund der Einschränkungen im Rahmen der COVID-Pandemie“.
Zusätzlich wissen die Wissenschaftler, dass die Orte, an denen die Phoenicopterus roseus normalerweise brüten, seit mehreren Jahren unter Dürre stehen. Hinzu kommen Waldbrände, die Kontamination von Grundwasser und die daraus resultierende Verschlechterung der Lebensräume. Ohne die notwendigen ökologischen Bedingungen können Flamingos sich nicht fortpflanzen und suchen daher nach anderen Orten, wo sie sich ernähren und nisten können. Die zwei Kolonien, die nun in Portugal nisten, befinden sich in zwei vom ICNF verwalteten Schutzgebieten und die Naturwächter schätzen eine beträchtliche Anzahl von Nestern. „Deshalb erwarten wir sehr bald die Ankunft der ersten Jungtiere, die auf portugiesischem Gebiet geboren wurden. Aufgrund der Sensibilität des Augenblicks dürfen diese Gebiete nicht gestört werden“, warnt das ICNF, das daher auch die Gebiete geheim hält.

Foto: Klaas van Haeringen

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