Eukalyptus: neue Plantagen

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Laut der Tageszeitung Público, bereitet die portugiesische Regierung einen Gesetzesvorschlag vor, der die Anhebung der maximal erlaubten Eukalyptusanbaufläche pro Gemeinde vorsieht. Insgesamt sollen weitere 36.726 Hektar in 126 der 278 Gemeinden des Festlandes bepflanzt werden. Der Alentejo soll am stärksten betroffen sein. Allein in der Gemeinde Odemira soll die bestehende Eukalyptusanbaufläche (31.000 Hektar) um 3.149 Hektar erweitert werden; in Alcácer do Sal um 739 Hektar und in Grândola um 539 Hektar. In Aljezur sollen weitere 585 Hektar bepflanzt werden.
Acht Umweltorganisationen weisen die Absicht der Regierung zurück und erinnern daran, dass das Parlament nach den Waldbränden im Jahr 2017 in Pedrogão Grande „neue Eukalyptus-Aufforstungen untersagt hat“. Nach Angaben des Umweltministeriums soll die Anbaufläche nicht zwecks „neuer“ Aufforstungen erweitert werden, sondern um „Verlagerungen“ zu ermöglichen, das heißt, Plantagen werden von einer Gemeinde in die andere gepflanzt. In ihrer Analyse des Gesetzesvorschlags konnten die Umweltschützer jedoch keine Informationen finden, die auf eine Verkleinerung der Eukalyptusanbaufläche in anderen Gemeinden des Festlandes deuten.
Die nationale Forststrategie gibt bis 2030 eine maximale Anbaufläche von 812.000 Hektar Eukalyptus auf dem Festland vor, doch bereits 2015 zeigte eine Forstinventur, dass die Anbaufläche rund 845.000 Hektar betrug.

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