Die „glücklichen Inseln“

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Makaronesien oder Makaronesische Inseln wird das biogeografische Gebiet genannt, das aus den atlantikAzoren, Madeira (beide gehören zu Portugal), Kanaren (Spanien) und Kapverden (unabhängig) besteht. Der Begriff „Makaronesien“ kommt aus der griechischen Etymologie und bedeutet soviel wie Glück und Insel.
Diesen Begriff hat der britische Geologe und Botaniker Philip Baker Webb geprägt. Er bezieht sich dabei auf den botanischen Reichtum und die Besonderheiten der natürlichen Ressourcen. Die makaronesische Region vereint aufgrund ihrer geografischen Lage, der Einzigartigkeit der ökologischen Bedingungen und der Isolation ihrer Teilregionen eine große Artenvielfalt und einzigartige Pflanzengemeinschaften auf dem Planeten. Die Region gilt als eine der wichtigsten Biodiversitätszentren weltweit. Die Inseln sind sehr privilegiert, hier hat eine große biologische Vielfalt überlebt. Wissenschaftler finden hier Überreste der subtropischen Vegetation. In Bezug auf die einheimische Pflanzenvielfalt summieren sich die makaronesischen Archipelbestandteile zu ungefähr 4.500 Pflanzenarten. Makaronesien weist den höchsten europäischen Endemismus auf, das ist das Vorkommen von Tieren und Pflanzen in einem bestimmten, begrenzten Gebiet. Die Bevölkerung durch die Menschen hat natürlich auch hier zu Veränderungen in den natürlichen Ökosystemen geführt. Zahlreiche hier heimische Pflanzenarten sind nun vom Aussterben bedroht – laut Forschern sogar rund 50 %.

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