Algarve: Mandelbäume

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Laut einer Legende pflanzte ein maurischer Prinz die Mandelbäume in der Algarve, damit wenn diese blühten, seine nordische Prinzessin nicht weiter den Schnee vermisste. Mittlerweile werden die Mandelbäume selbst immer mehr zu einer Legende. In den letzten 11 Jahren wurde die Hälfte der Mandelbäume gefällt oder trocknete aus. Die Produktion ist drastisch gesunken. Früher konnte allein ein Landwirte 200 Tonnen pro Jahr erwirtschafteten. Nun kommen die über 500 Landwirte des Mandel- und Johannisbrot-Verbandes von Loulé nicht über 14 Tonnen hinaus. 2001 waren es noch 55 Tonnen. Die Produktion ist auch zurückgegangen, weil sich der Verkaufspreis von 40 Cent pro Kilo nicht lohne. Allein die Arbeiter würden 30 Cent für das Pflücken verlangen.Der Mangel an Mandeln ist so groß, dass die Hersteller der typischen regionalen Süßgebäcke die Mandeln aus Spanien und den USA importieren müssen. 2010 hat Portugal fast achtmal mehr Mandeln importiert als exportiert.Die Veralterung der bestehenden Bäume führt auch zu einer niedrigeren Produktion. Vor 13 Jahren wurden pro Hektar 240 Kilo erzeugt, derzeit sind es nur noch 100 Kilo, so Daten der regionalen Landwirtschaftsbehörde.

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