Das Portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) hat seinen klimatologischen Jahresbericht für 2025 veröffentlicht und zeichnet darin ein Bild deutlicher Wetterextreme. Demnach war 2025 das wärmste Jahr seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahr 1931 und zugleich das drittnasseste Jahr in Portugal seit dem Jahr 2000. Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei 16,47 °C und damit um 0,81 °C über dem Referenzwert der Periode 1991–2020. Laut IPMA zählen damit die vergangenen vier Jahre zu den fünf wärmsten, die jemals in Portugal gemessen wurden. Neben den hohen Temperaturen prägte auch außergewöhnlich viel Niederschlag das Jahr: Mit insgesamt 1.064,8 mm lag die Niederschlagsmenge um 245,5 mm über dem langjährigen Mittel. Ein derart regenreiches Jahr habe es zuletzt vor elf Jahren gegeben.
Besonders auffällig ist die Zunahme von Extremereignissen. Registriert wurden 60 neue Rekordwerte bei den Höchsttemperaturen, vor allem in den Monaten Mai und Juni. Hinzu kamen 42 neue Tiefsttemperatur-Rekorde, beinahe die Hälfte davon im September. Auch bei den Niederschlägen wurden 44 neue Extremwerte festgestellt, überwiegend im Januar und November.
Insgesamt zählte das IPMA sechs Hitzewellen, von denen nur drei im Sommer auftraten – ein Hinweis darauf, dass extreme Hitze zunehmend auch im Frühjahr und Herbst auftritt. Gleichzeitig herrschte zwischen Juli und Oktober in 60 bis 99 % des portugiesischen Festlands eine meteorologische Dürre. Die Ergebnisse unterstreichen laut IPMA die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf Portugal.

