Vogelbeobachtung und -schutz

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Im Naturschutzgebiet Reserva Natural do Sapal de Castro Marim e de Vila Real de Santo António wurde vor Kurzem ein weiterer Vogelbeobachtungsposten aufgestellt. Die neue Struktur steht im südwestlich von Castro Marim gelegenem Cerro do Bufo, einer der besten und interessantesten Vogelbeobachtungspunkte im Land, denn die Salinen bieten vielen Vögeln einen sicheren Lebensraum und ausgiebig Nahrung. 169 Vogelarten können dort regelmäßig und weitere 17 sporadisch beobachtet werden. Einige davon sind unter Schutz stehende Arten. Laut einer vom Naturschutzinstitut ICNF durchgeführten Studie ist die Vielfalt und die Anzahl der rund um und in den industriellen Salinen vom Cerro do Bufo anzutreffenden Vogelarten größer als in den traditionellen Salinen. Das Gebiet ist daher auch Schutzgebiet nach der Ramsar-Konvention und europäisches Vogelschutzgebiet.
Neben dem Beobachtungsposten haben der Verein Guadiana und das ICNF auch den Pfad ausgeschildert und Infotafeln über die lokale Flora und Fauna aufgestellt. Der Ausflug zum Cerro do Bufo (s. ESA 11/16, etwa 10 km) lohnt sich zu jeder Jahreszeit, doch im Herbst verleihen Tausende Zugvögel dem Gebiet zusätzlichen Anreiz.
Nicht nur in Castro Marim sondern in der gesamten Algarve will der Verein Vita Nativa aus Olhão 2.000 Vogelhäuser für insektenfressende Vögel, wie Meisen und Wiedehopfe, sowie für kleine und mittelgroße Raubvögel, wie Steinkauz, Schleiereulen und Turmfalken, aufstellen. „Es handelt sich um Arten, die zum Großteil auf Hohlräume angewiesen sind, um ihre Nester zu bauen, unabhängig davon, ob diese natürlich oder von Menschen geschaffen sind“, erklärt João Tomás von Vita Nativa. Doch die Verfügbarkeit solcher Hohlräume sei stark zurückgegangen. Als Ursachen nennt er die starke Bebauung, Veränderungen in der Landnutzung und Waldbrände. „Mit dieser Initiative wollen wir nicht nur den Vögeln helfen, sondern auch den Bürgern, Unternehmen und Behörden die Vorteile zeigen, die diese Vogelarten für das Wohlbefinden der Bevölkerung mit sich bringen“, so Tomás.

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