Tierisch erfrischend

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Tipps für heiße Sommertage
Der Mai ist gekommen und endlich haben wir wieder sommerliche Temperaturen.

Text: Andrea Christ in ESA 06/2021

Bei blauem Himmel und mit einem leckeren Eis in der Hand genießen wir den Spaziergang über die Promenaden. Aber was ist mit unseren Haustieren? Was können wir tun, um ihnen gut durch den Sommer zu helfen? ESA hat sich schlau gemacht und ein paar wertvolle Tipps für Sie gesammelt

Hunde schwitzen nicht wie wir Menschen über die Haut. Ihre Schweißdrüsen befinden sich nur an einer Stelle des Körpers, den Pfoten und können daher nicht für ausreichend Kühlung sorgen. Hunde regulieren die Körpertemperatur fast ausschließlich über die Zunge. Das Hecheln sorgt mit dem entstehenden Speichel für Verdunstungskälte, indem er kühle Luft einatmet und über das Maul die warme Luft ausstößt. Die Wärmeabgabe über die Haut ist nur möglich, wenn das Fell dünn genug ist – bei vielen Züchtungen ist dieses nicht mehr optimal den Umweltbedingungen angepasst und staut die Wärme im dichten langen Haar.

Verdoppeln Sie die zu Verfügung stehende Wassermenge
Je wärmer es wird, haben nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere treuen Gefährten mehr Durst. Achten Sie jederzeit auf ausreichend frisches Wasser, das jederzeit zur Verfügung steht. Auch bei Spaziergängen sollte nicht nur für Herrchen und Frauchen eine Wasserflasche mitgenommen werden. Es gibt mittlerweile im Handel Hundetrinkflaschen oder z. B. faltbare Wassernäpfe.

Sorgen Sie für einen schönen Platz im Schatten
Gerne sitzen wir Menschen im Schatten an einem Plätzchen, an dem eine leichte Brise weht. Auch der Vierbeiner träumt freudig unter einem Baum, im Gras an einem schattigen Platz, wo der Wind sanft durch das Fell streicheln kann.

Kontrollieren Sie die Temperatur in der Hundehütte
Ihr Hund geht gerne in seine Hütte und liebt sein Refugium? Aber Achtung, denn je nach Beschaffenheit und Standplatz kann es dort unerträglich heiß werden. Die Hütte sollte nicht in der prallen Sonne stehen und kann bei Bedarf auch zwischendurch mit dem Wasserschlauch abgespritzt werden.

Vermeiden Sie Spaziergänge während der heißen Stunden
Ebenso wie wir Menschen an heißen Tagen unser Fitnessprogramm nicht absolvieren sollen, ist es für unsere Vierbeiner nicht ratsam sich in den heißesten Stunden des Tages zu verausgaben. Wie schön ist es, sich früh morgens und ab dem späten Nachmittag auf die Gassirunde zu machen und dabei noch ausgelassen Stöckchen holen spielen.

Vermeiden Sie asphaltierte Straßen
Sind Sie im Sommer schon barfuß über die heißen Straßen gelaufen oder über glühenden Sand? Wenn ja, dann wissen Sie, wie es sich für die Hundepfoten anfühlt. Weichen Sie nach Möglichkeit auf Feld- und Waldwege aus, hier wird Ihr Liebling viel vergnügter laufen.

Füttern Sie keine großen Portionen
Bei warmem Wetter ist das Futter für Ihren Liebling schwerer verdaulich. In der Regel fressen Tiere bei höheren Temperaturen weniger und sind dankbar, wenn die Portionen auf mehrere Mahlzeiten aufgeteilt werden.

Die Hundefrisur, nicht ganz ungefährlich
Ihr Wuschelchen hat langes dichtes Fell und Sie möchten ihm was Gutes tun? Vorsicht, zu viel des Guten kann die Thermoregulierung ins Ungleichgewicht bringen und zu Hautirritationen führen. Vermeiden Sie es den Hund zu scheren, sondern kämmen Sie lieber das Unterfell aus und bürsten ihn regelmäßig. Gerade bei langhaarigen Hunden ist das Fell der Schutz vor Sonnenbrand. Ein guter Hundefriseur wird Ihnen raten nur ein wenig das Fell zu trimmen und in Form zu bringen.

Sonnencreme gegen Sonnenbrand
Für Hunde mit sehr wenig Fell ist es ratsam an kahlen Stellen, auch z. B. nach Operationen, einen Sonnenschutz aufzutragen. Ohren und Nase können sehr empfindlich auf die Strahlen reagieren, vor allem wenn sie aus rosa Haut bestehen. Ihr Liebling wird sich rasch daran gewöhnen und Ihnen dankbar sein.

Wasser kühlt und kann Freude machen
An sehr heißen Tagen weiß der Hund oft nicht, wo er sich ablegen soll. Der Fußboden ist warm und unbequem. Hier hilft ein einfaches feuchtes Handtuch, auf das sich unser Freund legen kann. Im Handel gibt es auch spezielle Kühlmatten, die denselben Zweck erfüllen. Kühlen Sie den Hund nur von unten, um einen Wärmestau zu vermeiden. Wunderbar für Wasserratten sind auch kleine Planschbecken, in denen auch mal die Pfoten eingetaucht werden können. Beobachten Sie Welpen und ältere Hunde, sobald diese im Pool planschen, denn sie könnten Probleme mit dem Ein- und Aussteigen bekommen. Wasserpistolen, Wasserschläuche und bewegliche Rasensprenger sind auch sehr beliebt, versprechen viel Freude und sind wunderbare Gelegenheiten großartige Schnappschüsse Ihres Lieblings zu machen.

Eis als Abkühlung
Ein Eiswürfel im Trinkwasser hat schon manche Vierbeiner stundenlang beschäftigt. Bitte geben Sie keine gezuckerten Eissorten, die für den menschlichen Verzehr sind. Im Handel gibt es Hundespielzeuge in die man Futter, Leberwurst oder Leckereien aller Art einfüllen und anschließend einfrieren kann. Diese Spielzeuge sind die optimale Beschäftigung an heißen Tagen.

Autofahren mit dem Vierbeiner
Das Auto kann zu einer tödlichen Hitzefalle für unsere Liebsten werden. Rasant schnell erhöhen sich die Innentemperaturen, auch wenn der Wagen im Schatten steht. Bitte nehmen Sie den Wuschel nicht mit zum Einkaufen, um ihn im Auto auf Sie warten zu lassen. Innerhalb einer halben Stunde kann es bereits zur Dehydrierung kommen, was schnell in die Bewusstlosigkeit führen kann. Polizei und Feuerwehr öffnen jedes Jahr etliche Fahrzeuge, in denen Hunde hechelnd eingesperrt sind. Das Fahren bei geöffneten Fenstern kann bei empfindlichen Tieren zu Ohrentzündungen und Erkältungen führen.

Selbstverständlich gilt dies nicht nur für Hunde. Alle Tiere wünschen sich Aufmerksamkeit an heißen Tagen. Vergessen Sie Ihre Hühner, Schweine, Pferde, Hamster oder Vögel nicht, auch diese Freunde brauchen Schatten, ausreichend Wasser und Pflege.
Verbringen Sie einen schönen Sommer mit Ihrem Liebling und gehen Sie lieber ab und an zu einem der zahlreichen schattenspendenden Stauseen und toben Sie dort im Wasser. Volle Strände ohne Schatten und heißem Sand sind nicht gerade die optimalen Plätze für Vierbeiner.

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