Zitrusfrüchte weiterhin gefragt

Nach dem Bau des Arade-Stausees in den 1950er Jahren setzten viele Landwirte der Region auf Zitrusplantagen, vor allem auf Orangen und Mandarinen. Heute nehmen die Plantagen in der Algarve 17.000 Hektar ein, 6.000 mehr als noch vor neun Jahren, so Fernando Severino, regionaler Direktor für Landwirtschaft und Fischerei.
Mit einer jährlichen Produktion von zirka 300.000 Tonnen, was 70 % der nationalen Zitrusproduktion entspricht, und einem jähr-lichen Umsatz von etwa € 80 Mio., ist die Algarve weiterhin Portugals „Orangen-Hauptstadt“. Auf regionaler Ebene gehört dieser Titel Silves, das mit 6.000 Hektar die größte Zitrusfläche in der Algarve einnimmt. An zweiter Stelle steht Tavira. Obwohl zuletzt viele Landwirte auf Beeren- oder Avocadoplantagen setzten, ziehen die Zitrusfrüchte weiterhin viele Investoren an. Ein Grund dafür sei, dass die Laranja Algarvia bereits eine international bekannte Marke sei und dadurch der Export einfacher ist. „Einige Produzenten exportieren bis zu 90 % ihrer Produktion, und zu guten Preisen“, weiß Severino zu berichten. „Alte Bäume wurden durch neue ersetzt und die Plantagen erweitert, was einen Anstieg der Produktion ermöglichte“, fügt er hinzu.
Die Bürgermeisterin von Silves, Rosa Palma, unterstreicht, dass die Zitrusfrüchte ein wichtiger Wirtschaftsbereich sind und viele Arbeitsstellen schaffen. Sie bedauert daher, dass es nicht mehr Förderprogramme für junge Landwirte gibt, die in diesen Bereich investieren. Auch weil eine Zitrusplantage erst nach zirka zehn Jahren erste Erträge bringt.

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