Weltkulturerbe

Die Alentejostadt Mértola ist auf dem Wege, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Kultusministerium und Stadtrat haben den Ort auf die sogenannte Tentativliste gebracht; die Vorschlagsliste der nationalen UNESCO- Komitees für künftige Nominierungen. Der stellvertretende Bürgermeister João Serrão Martins sieht das als „Anerkennung unserer archäologischen, museologischen und kulturellen Arbeit aus vierzig Jahren.“ Zwar ist Mértola nur einer von 22 neuen portugiesischen Kandidaten, aber „wir rechnen uns gute Chancen aus.“ Ein Museumsnetz mit 14 Ausstellungsstätten prägt den Kreis Mértola und bezeugt mit seinen Exponaten die Geschichte der einst bedeutenden Hafenstadt am Guadia­na, in der es 5.000 Jahre alte Siedlungsspuren gibt. Aufgrund der Lage im Naturpark des Flusstals ist Mértola auch ein schützenswertes Naturerbe. Die Stadt möchte den Tourismus ankurbeln: Angesichts der Bestrebungen von Küstenorten, Angebote abseits von Sonne und Strand zu entwickeln, gerate das Hinterland rasch ins Abseits, hieß es. Seit 1983 hat die UNESCO 15 Stätten in Portugal als Welterbe anerkannt.

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