Waldbrand: Erste Angeklagte

Noch vor Jahresende wurden die ersten Angeklagten im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft eingeleiteten Untersuchung zum Waldbrand in Pedrógão Grande bekannt. 66 Menschen kamen bei dem verheerenden Waldbrand im Juni ums Leben; die meisten starben, als sie auf der Flucht von den Flammen eingeschlossen wurden. Die genaue Anzahl der Angeklagten war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Laut der Tageszeitung Correio da Manhã sind es zehn, Expresso berichtete von einem Dutzend und Jornal de Notícias von drei Angeklagten. Dabei soll es sich um Personen vom Zivilschutz, der Feuerwehr, der GNR und der Straßenkonzession handeln. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Der erste Angeklagte ist Mário Cerol, Kommandant der Rettungsdienstzentrale von Leiria. Augusto Arnault, Kommandant der Feuerwehr von Pedrógão Grande soll der zweite sein.
Laut dem Bericht, den der Staat in Auftrag gab, um festzustellen ob die Rettungskräfte während des Waldbrandes richtig gehandelt haben, hätten einige der Todesopfer überleben können, wenn die Rettungskräfte schneller vor Ort gewesen wären.
Neben den Todesopfern kam es zu über 250 Verletzten und Schäden in Höhe von 500 Mio. Euro.
Foto: Paulo Leitao

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