Tourismus-Rekorde: Scharfe Kritik

Während die gesamte Tourismusbranche Rekorde feiert – von Gästen, Übernachtungen bis zu Golfrunden – sprach die Gewerkschaft der Tourismusarbeiter (STIHTRS) jetzt über die prekäre Arbeitssituation der Hotelangestellten. „Leider verlieren weder die Chefs noch die Regierung ein Wort über die Rekorde bei den Überstunden, die nicht regulierten Stunden, über die Unsicherheit, die Arbeitslosigkeit und die niedrigen Löhne oder über unbezahlte Arbeit. Das ist Jahr für Jahr die Realität in der Algarve“, heißt es vonseiten der Gewerkschaft. Ein weiterer Kritikpunkt sind die „Tausenden Praktikanten, die jedes Jahr im Tourismusbereich tätig sind“. „Diese Praktikanten sind allen Arten von Willkür ausgesetzt und sie besetzen reguläre Arbeitsplätze. Aber die Unternehmer wollen natürlich so wenige Arbeiter wie möglich anstellen, denen sie Gehälter zahlen müssen“, heißt es in einer STIHTRS-Aussendung. Außerdem seien die Verträge für eine prekäre Situation verantwortlich – die Arbeiter seien in ihrer Position geschwächt. Seit mehr als einem Jahrzehnt wurden die Löhne nicht angehoben. „Die Regierung blockiert die Verhandlungen der Kollektivverträge.“ Das sorge nicht nur für eine Verarmung der Arbeiter, sondern auch die Kaufkraft gehe verloren. Deshalb fordert die Gewerkschaft „eine Änderung des Arbeitsgesetzes“. Vor allem über Tarifverträge müsse gesprochen werden.

Foto: © Jose Manuel

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