Sprit-Streik: Portugals Sicherheitsverband APSEI warnt

Nachdem die Regierung die Beschlagnahmung der Tankwagen anordnete und Sicherheitskräfte die Gefahrgutfahrer bei der Belieferung von Tankstellen ersetzen mussten, warnt APSEI, dass der Transport von Kraftstoff nur durch qualifizierte Kräfte erfolgen sollte.
“Alle Fahrer, die Güter befördern, die im nationalen oder internationalen Verkehr als gefährlich eingestuft sind, müssen über ein Zertifikat verfügen, das im europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Straßen festgelegt wurde. Das Zertifikat wurde obligatorisch nachdem es 1978 in Los Alfaques, Tarragona/Spanien zu einem Unfall mit mehr als 200 Todesfällen kam”, berichtet APSEI im Zusammenhang mit dem Fahrerstreik.
APSEI unterstreicht, dass neben dem Führerschein und dem Befähigungsnachweis, die Gefahrgutfahrer “zusätzliche Ausbildungs- und Qualifikationsanforderungen erfüllen müssen, die die Sicherheit im Verkehr gewährleisten sollen”. Laut APSEI müssen die Fahrer für diese Zertifizierung eine Grundschulung mit mindestens 18 theoretischen Einheiten mit einer Mindestdauer von 45 Minuten und maximal 60 Minuten absolvieren.  Zusätzlich gibt es ein Spezialisierungstraining von mindestens 12 Einheiten und eine praktische Ausbildung zur Brandbekämpfung. Der Zeitung PÚBLICO gegenüber berichtete ein GNR-Polizist jedoch, dass seine Ausbildung für den nun erfüllten Dienst lediglich aus einer theoretische Sitzung und dem Fahren eines wasserbeladenen Tankwagens auf dem Flugplatz Beja bestand und beides etwa 45 Minuten dauerte. 

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