Solarfloß im Alqueva

Schwimmende Solarmodule sollen die Produktion von erneuerbarer Energie in Portugal voranbringen. Der Minister für Umwelt und Energie João Pedro Matos Fernandes gab im Juni bekannt, dass die Regierung die Produktion von Solarenergie bis 2030 verneunfachen will. Dafür sollen auf mindestens 20 % der Fläche der 50 größten Stauseen im Land schwimmende Solarkraftwerke errichtet werden.
Nach den positiven Ergebnissen des Pilotprojektes im Stausee von Alto Rabagão im nordportugiesischem Vila Real, wo die Energieproduktion 6 % höher als erwartet war, soll der Stromanbieter EDP eine vier Hektar große Solaranlage mit 11.000 Solarmodulen, einer installierten Leistung von 4 MW und einer jährlichen Produktion von etwa 6 GWh im Stausee Alqueva im Alentejo errichten. Die produzierte Energie soll den Bedarf von einem Viertel der Einwohner der Bezirke Portel und Moura abdecken. Derzeit wird das Projekt von der regionalen Entwicklungskommission auf die Umweltverträglichkeit geprüft. Die Solaranlage soll zusammen mit einem Wasserwerk mit Pumpensystem funktionieren, das die Wiederverwendung von Wasser zur Stromerzeugung ermöglicht.
Zu den Vorteilen der schwimmenden Solaranlagen gehört, dass diese, dank der reflektierenden Wasseroberfläche und der passiven Kühlung der Solarzellen, im Durchschnitt 5 % mehr Strom als konventionelle Boden- und Dachanlagen produzieren. Außerdem ermöglichen sie in warmen Regionen eine Minimierung der Wasserverdunstung, da die Solarzellen die Wasseroberfläche vor der Sonne schützen. Zu guter Letzt blockieren diese Solarkraftwerke kein Ackerland und anderweitig benötigte Flächen.

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