Radfahrer können Strom erzeugen

Jorge Mendes, Bürgermeister der nordportugiesischen Stadt Valença, wird innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre ein Projekt starten, um Energie zu erzeugen. So sollen die Radwege mit einer speziellen Technik ausge-stattet werden. Jeder Radfahrer soll dann Strom produzieren, sobald er auf diesen Wegen fährt. Dieser wird für die Straßenbeleuchtung verwendet. „Momentan befindet sich das Projekt in der Studienphase“, erklärt Mendes. Der Bürgermeister möchte, dass zumindest ein Teil des Projektes von EU-Fonds finanziert wird. „Die technischen Lösungen sind bereits bekannt, wir wissen, wie der Mechanismus funktioniert. Die Kosten sind zwar hoch, aber noch im Bereich des bezahlbaren. Ein paar Fragen rund um den Betrieb sind aber noch zu klären. Etwa, wie genau wir die Energie in das Netz einspeisen, um sie dann für die Straßen-beleuchtung zu nutzen“, sagt Jorge Mendes.
Ähnliche Projekte gebe es bereits in Deutschland, so der Bürgermeister. Ziel ist nun, mit gutem Beispiel voranzugehen. Das sei wichtiger als eine Rentabilität. „Wir möchten zeigen, dass es andere Lösungen gibt, die von Gemeinden oder Bürgern auf den Mikromaßstab angewendet werden können, um die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Wir haben andere alternative Energiequellen, die in allen Städten verwirklicht werden können. Lediglich durch Spazierengehen oder Radfahren können wir Strom erzeugen“, sagt er.

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