Programm zur Sterilisierung

Die Regierung hat ein Gesetz beschlossen, dass 500.000 Euro für die Sterilisation von Haustieren eingesetzt werden. Diesen Vorschlag hatte die Partei Menschen, Tiere, Natur (PAN) eingebracht. Das Gesetz wurde nun im Amtsblatt Diário da República veröffentlicht. Für die Umsetzung sind die jeweiligen Rathäuser zuständig. Sie sollen die Bedürfnisse in ihrem Ort ermitteln. Die Maßnahme sei notwendig, um das „ernste Problem der Vermehrung“ in den Griff zu bekommen, heißt es in einer PAN-Aussendung. Die Tierheime seien stark überfüllt – und das habe negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und den Tierschutz. Viele Kommunen hatten bisher keine Maßnahmen ergriffen, um die unkontrollierte Vermehrung der Tiere zu stoppen. Mit dem neuen Gesetz und den zur Verfügung gestellten Mitteln soll es Familien mit niedrigen Einkommen ermöglicht werden, ihre Haustiere zu sterilisieren. Das Budget musste nur umgeschichtet werden, die halbe Million Euro war ohnehin für andere Haustier-Sterilisationskampagnen vorgesehen gewesen. Somit entstehen der Regierung keine Mehrausgaben, betont PAN.
Laut offiziellen Zahlen des Veterinäramtes wurden in den Tierschutzzentren im vergangenen Jahr 40.000 Hunde und Katzen abgegeben. Davon fanden 16.144 Tiere ein neues Zuhause, 11.819 wurden eingeschläfert, 8.873 sterilisiert. Die Tierärzte verabreichten in den Tierschutzzentren fast 100.000 Impfungen. Von den eingesammelten bzw. abgegebenen Tieren waren nur 22 % sterilisiert. Die Situation ist im Norden des Landes besonders prekär, hier wurden im vergangenen Jahr nur 3,6 % der eingesammelten Tiere sterilisiert.

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