Pfandsystem für Getränkeflaschen beschlossen

In anderen Ländern – etwa in Deutschland – ist es längst Realität. Jetzt hat auch das portugiesische Parlament einem Gesetzesvorschlag der Tier- und Naturschutzpartei PAN (Pessoas, Animais e Natureza) zugestimmt, der die Einführung eines Pfandsystems vorsieht. In einem ersten Schritt soll bis zum 31. Dezember 2019 ein Anreiz für die Konsumenten geschaffen werden, dass sie Kunststoffgetränkebehälter zurückbringen. Die Regierung muss noch definieren, wie hoch das Pfand auf die Flaschen sein wird. Große Supermärkte werden dann verpflichtet sein, entsprechende Geräte zu installieren, um die Rückgabe zu ermöglichen. Die Finanzierung des Pfandsystems soll durch die portugiesische Umweltagentur erfolgen. Andere Unternehmen sollen die Koordinierung und Überwachung gewährleisten, damit die zurückgebrachten Verpackungen dann auch wirklich recycelt oder richtig entsorgt werden.
In einer zweiten Phase ab 1. Januar 2022 sollen neben Kunststoff-Getränkeverpackungen auch jene aus Glas und Aluminium gesammelt werden. „Das Pfandsystem ist ein wichtiges Instrument, um die EU-Richtlinien zur Kunststoffeinzelnutzung einhalten zu können. Diese sehen vor, bis zum Jahr 2025 90 % der Einweg-Kunststoffflaschen zu sammeln und dem Recycling zuzuführen“, heißt es in einer Aussendung der Umweltorganisation ZERO. Die Organisation sieht den Beschluss dieses Gesetzes als einen wichtigen Meilenstein für den Umweltschutz.

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