Parkplätze sorgen für Unruhe

Seit zwei Jahren ist der Großteil der Parkfläche in Vila Real de Santo António kostenpflichtig. Das Rathaus hat die Parkfläche der Bezirks-hauptstadt sowie von Monte Gordo dem 
Pri-vat-unternehmen ESSE für 30 Jahre kon-
zes-sioniert.
Die Maßnahme stieß seit Beginn auf Kritik der Anwohner und Händler. Einerseits wegen der Vertragsfrist und der Größe des gebührenpflichtigen Parkraums, andererseits wegen der Uhrzeiten und der hohen Gebühren. Ebenfalls wird kritisiert, dass die Parkplätze in der Bezirkshauptstadt das ganze Jahr über kostenpflichtig sind, während in Monte Gordo die Gebühren nur im Sommer anfallen. Vila Real würde vom Handel leben und hätte sonst den Besuchern nicht viel zu bieten, so die ansässigen Händler. Die Anzahl der spanischen Gäste, die den Großteil der Kunden ausmachen, sei seit Einführung der Parkgebühren bereits stark zurückgegangen.
Nun hat das Rathaus eine Kommission ins Leben gerufen, die den Vertrag mit ESSE neu verhandeln soll. Die Kommission besteht aus Mitarbeitern des Rathauses und Kaufleuten des Bezirkes und wird mehrere Versammlungen mit Anwohnern und Händlern organisieren. „Die Meinung unserer Bürger ist uns wichtig. Nur zusammen können wir eine bessere Zu-kunft für unseren Bezirk planen“, so die Bürgermeisterin Conceição Cabrita, die zur Zeit des Vertragsabschlusses mit ESSE – damals ohne Befragung der Bürger – stellvertretende Bürgermeisterin war.

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