Niedriges Einkommen trotz Wirtschaftswachstum

Laut dem jüngsten Bericht des nationalen Statistikamtes INE ist Portugals Wirtschaft im Jahr 2017 um 2,7 % gewachsen. Dies sei das größte Wirtschaftswachstum seit dem Jahr 2000 und auf eine Zunahme der inländischen Nachfrage zurückzuführen. Für 2018 erwartet der Staat ein Wirtschaftswachstum von 2,2 %.
Die EU-Kommission legte ebenfalls ihre Schätzungen für Portugal vor: ein Wachstum von 2,1 % für 2018 und von 1,8 % für 2019. Trotz des verzeichneten Anstiegs, ist Portugal eines der EU-Länder, in denen das verfügbare Bruttoeinkommen der Haushalte nach wie vor unter dem Niveau von 2008 liegt, so der letzte Quartalsbericht der EU-Kommission zur Beschäftigung und sozialen Lage in Europa. Generell hat sich die finanzielle Situation der Haushalte in der EU um rund 1,5 % im Jahresvergleich verbessert, was in erster Linie auf einen Anstieg der Arbeitseinkommen zurückzuführen ist.
Die Beschäftigung in der EU stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %. Dies lag an einem robusten Wirtschaftswachstum und am Rückgang der Arbeitslosenquote, die sich allmählich wieder ihrem Vorkrisenstand nähert. Portugal war eines der Länder, die am stärksten zum Rückgang der Arbeitslosenquote beitrugen (von 10,2 % auf 7,8 %); den höchsten Rückgang verzeichnete Griechenland mit 2,7%. Auch unter den Ländern, in denen die Langzeitarbeitslosenquote am stärksten im dritten Quartal 2017 zurückging, steht Portugal auf Platz zwei (- 1,9 %) hinter Spanien (- 2 %).

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