Nicht nur leben, sondern auch sterben ist in Lissabon teuer

Der Wohnungsmarkt in der Hauptstadt ist heiß umkämpft, viele können sich die Miete gar nicht mehr leisten. Jetzt hat die Tageszeitung Correio da Manhã (CM) andere Kosten verglichen und herausgefunden: Sterben ist in Lissabon am teuersten. Die Preise für eine ewige Grabstätte sind in der Hauptstadt besonders hoch. Auf Lissabons Friedhöfen kostet ein Grab bis zu Euro 9.718 und somit 130-mal mehr als in ländlichen Gebieten. So bietet etwa ein Friedhof in Loures eine permanente Grabstätte um Euro 75 an.
Wird das Grab nicht dauerhaft gekauft, so werden die Überreste im Schnitt nach fünf Jahren wieder ausgegraben, so die CM-Recherchen. Dann müssen die Angehörigen erneut die Bürokratie auf sich nehmen und etwa Geld für eine Urne für die Knochen ausgeben.
Obwohl die Kosten so unterschiedlich sind, wählen die Angehörigen in den allermeisten Fällen einen Friedhof in der Nähe ihres Wohnortes aus, um möglichst oft dorthin zu kommen. Die Algarve liegt preislich im Mittelfeld, in Faro kostet ein dauerhaftes Grab rund Euro 710, in Aljezur Euro 448.

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