Neues Zentrum für Rettungsorganisation in Loulé

Im vergangenen Monat wurde ein Vertrag zwischen dem Rathaus Loulé und der Rettungsorganisation INEM (Instituto de Emergência Médica) unterzeichnet: Eine neue INEM-Einrichtung wird gebaut. Das Gebäude wird an der Stadtausfahrt Richtung Quarteira neben der Autobahn A22 errichtet. Dort befinden sich bereits die städtische Feuerwache und der Heliport (Stützpunkt für Rettungshubschrauber); ein Einsatzkommando des nationalen Zivilschutzes wird derzeit gebaut.
Die neue INEM-Einrichtung wird eine regionale Bedeutung haben, da die gesamte Algarve davon profitiert. „Wir können mit dem zukünftigen Zentrum den Bedürfnissen besser gerecht werden und unsere Aufgaben leichter erfüllen – nämlich angemessene Hilfe für Opfer von Unfällen und plötzlich auftretenden Krankheiten leisten“, sagte Luís Meira, Präsident von INEM Algarve. Die Organisation will noch zielgerichteter für die Bevölkerung da sein. „Wir werden beispielsweise das Ausbildungszentrum reaktivieren.“ Außerdem wird in Loulé eine neue Leitstelle (CODU) eingerichtet. Denn seit 2012 werden die Notrufe (112) der Algarve in Porto, Coimbra und Lissabon angenommen und bearbeitet. Doch die dortigen Mitarbeiter haben oft keine Kenntnisse der lokalen Besonderheiten, deshalb kommt es immer wieder zu Missverständnissen – und Rettungswagen werden etwa aufgrund ähnlich klingender Lokalitäten zum falschen Einsatzort geschickt. Fatal bei Notfällen, bei denen jede Minute lebensentscheidend sein kann. Künftig sollen die Anrufe wieder in der Algarve entgegengenommen und die Einsatzmittel von dort aus koordiniert werden.
„Wir leisten so einen Beitrag zur Reaktivierung von wichtigen Diensten im nationalen Gesundheitsdienst der Algarve“, sagte Loulés Bürgermeister Vítor Aleixo. Die neue INEM-Einrichtung soll Euro 1,5 Mio. kosten und spätestens Ende 2020 in Betrieb gehen.

Foto: Georg Partoloth

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