Neue Plattform gegen Algarve-Maut

Gibt es nun eine realistische Chance, dass die Maut auf der Via do Infante (A22) abgeschafft wird? Jedenfalls gibt es nun einen Schritt in diese Richtung: Jorge Botelho, der Präsident des Städtetags der Algarve (AMAL), wird eine regionale Plattform aufbauen und koordinieren, die die Abschaffung der Maut zum Ziel hat. Eine Strategie soll dafür entwickelt werden. Das wurde nach dem Algarve-Andalusien-Forum am Wochenende bekanntgegeben. Die neue Plattform soll Vertreter verschiedener Sektoren zusammenführen: aus regionalen Behörden und Wirtschaftsverbänden sowie auch von der Kommission der Nutzer der Algarve (CUVI). Nun soll eine Evaluation über die Folgen der Maut in der Algarve erstellt werden – um eine Basis für die Strategie zu haben. „Denn in der Algarve gibt es ein großes wirtschaftliches Problem und auch ein Mobilitätsproblem“, so Botelho. „Wir verlieren bei der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb müssen wir die Menschen schützen!“ Im Rahmen des Algarve-Andalusien-Forums zum Thema „Zwei Jahre Maut: Eine ruinöse Privat-Public-Partnership für die Algarve“ wurde auch ein Manifest für die Algarve unterzeichnet. Hier wurden die Argumente gegen die Maut, die seit Jahren von CUVI vorgebracht werden, nochmals festgehalten. Es wurde nochmals betont, dass die A 22 eigentlich eine SCUT-Straße war (ohne Gebühren für die Nutzer), da ein Großteil für die Errichtung dieser Straße aus Mitteln von Europäischen Fonds finanziert wurde. Außerdem ist die EN 125 keine adäquate Ausweichroute und eine der gefährlichsten Straßen Europas, heißt es in diesem Dokument.

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