Negative Auszeichnung

Die aus etwa 140 Umweltschutzvereinen aus 30 Ländern bestehende Nichtregierungsorganisation Climate Action Network Europe (CAN Europe) verlieh zum zweiten Mal die European Fossil Fuel Subsidies Awards. Damit werden Regierungen „ausgezeichnet“, die in fossile Brennstoffe statt in erneuerbare Energien investieren. Die Goldmedaille ging dieses Jahr an Portugal für die Erteilung der Rohöl-Prospektionslizenz an Galp/ENI vor der Küste von Aljezur.
„Diese Auszeichnung wird auf europäischer Ebene große Aufmerksamkeit erhalten und ist für unsere Politiker kein Grund stolz zu sein, vor allem in Brüssel wird dies sehr peinlich werden“, so Francisco Ferreira von der Umweltschutzorganisation Zero. Einerseits würde Portugal als Land gesehen, dass sich stark im Kampf gegen den Klimawandel engagiert und sich hohe Ziele für den Einsatz von erneuerbaren Energien und für Energieeffizienz setzt und dafür auch international Lob erhielt, andererseits „erhält Portugal nun eine Auszeichnung für die Investition in fossile Brennstoffe, was im Gegensatz zu den angekündigten Zielen steht“, so Ferreira.
Die Silbermedaille ging an Polen für Investitionen in Kohlekraftwerke und Spanien erhielt Bronze für die Subvention von Kohle auf den Balearen, statt auf Sonnenenergie zu setzen.

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