Mindestlohn steigt nur leicht

In diesem Jahr steigt der Mindestlohn von € 580 auf € 600. Damit sei das Programm der Regierung erfüllt, sagte Arbeitsminister Vieira da Silva. „Es gab keinen Konsens zwischen Arbeitgeber- und Gewerkschaftsverbänden. Da dieser fehlte und die Regierung auch die Vorhersehbarkeit aller Wirtschaftsakteure beachtet, wurde beschlossen, das ursprüngliche Programm zu erfüllen.“ Die Gewerkschaften forderten weit mehr – die UGT € 615 und die CGTP sogar € 650. Doch die Arbeitgeberverbände beharrten auf € 600.
Dieser Mindestlohn gilt nur für Arbeiter und Angestellte in der Privatwirtschaft. Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, bekommt ab sofort eine monatliche Mindestvergütung von € 635. Zu diesem Kompromiss kam das Finanzministerium mit den Gewerkschaften der öffentlichen Verwaltung. Auf die Frage, ob das gerecht sei, antwortete der Arbeitsminister, dass es unterschiedliche Situationen seien. „Im privaten Bereich gibt es viele Sektoren, die als Mindestgehalt weit mehr als € 600 zahlen.“ Bei über der Hälfte der Tarifverhandlungen komme ein höherer Wert als der Mindestlohn heraus, so Vieira da Silva.
Die Gewerkschaft CGTP übte hingegen starke Kritik an den Unterschieden zwischen öffentlichem und privatem Sektor.

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