Landwirtschaft muss investieren

Von der Dürre in Portugal sind vor allem die Landwirte betroffen. Denn viele Kulturen bräuchten mehr Niederschlag, sagte João Paulo de Melo e Abreu, Professor am Institut für Agrarwissenschaft (ISA). Normalerweise fallen von Anfang Januar bis Ende März 200 mm Regen, doch in diesem Jahr war es in diesem Zeitraum nur die Hälfte. „In einem Durchschnittsjahr können etwa 4 t Getreide pro Hektar produziert werden. Durch den mangelnden Niederschlag könnte sich das in diesem Jahr um 1,3 t reduzieren“, so der Experte. Zugleich wies er darauf hin, dass die Temperaturerhöhung das Wachstum der Pflanzen beschleunige. „Wenn eine Pflanze einen kürzeren vegetativen Zyklus hat, fängt sie weniger Strahlung ab und produziert weniger. Auf der anderen Seite haben Pflanzen, die Kälte benötigen, ungewöhnliche Blüten und weniger Früchte“, erklärte der Professor. Es bestehe die Gefahr, dass aus Portugal einige Pflanzen verschwinden. Andererseits gebe es die Möglichkeit, neue Kulturpflanzen anzubauen. Die Regierung gab jetzt bekannt, dass Erhebungen durchgeführt werden, um den Investitionsbedarf der Landwirte etwa in Bewässerungseinrichtungen aufgrund der Klimaveränderungen festzustellen.

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