Landwirtschaft bedroht Alentejo

Laut der Umweltschutzorganisation Zero bedroht die intensive Landwirtschaft die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung im Alentejo.
Intensive Bewässerungskulturen würden im südlichen Alentejo unkontrolliert zunehmen. Geplant sei das Bewässerungssystem des Alqueva-Stausees von derzeit 120.000 auf 200.000 landwirtschaftlich betriebene Hektar zu erweitern, ohne jedoch die Kapazität des Systems mittel- und langfristig zu bewerten. Der Klimawandel und ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen würden zu immer häufigeren und längeren Dürreperioden und somit zur Wasserknappheit führen, so Zero. Es sei auch fragwürdig, lediglich auf Oliven- und Mandelhaine zu setzen. Einerseits wegen der Umweltschäden – Monokulturen schaden den Böden und der biologischen Vielfalt – andererseits wegen der wirtschaftlichen Risiken, beispielsweise bei einer Verbreitung von Schädlingen. Hinzu käme, dass in der intensiven Landwirtschaft große Mengen an Pflanzenschutzmittel verwendet werden, die die Gesundheit gefährden. Ihr Einsatz sollte daher kontrolliert und vor allem nahe Siedlungen eingeschränkt werden, so Zero. Darüber hinaus sollten auch Produzenten für Oliventresteröl, die für die schlechte Luftqualität an verschiedenen Orten verantwortlich sind, verpflichtet werden, effektivere Technologien zu installieren, um die Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen zu verringern.

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