Kritik an „Bettensteuer“

Der Hotellerieverband der Algarve (AHETA) übt Kritik an der beschlossenen Fremdenverkehrsabgabe. In einer Erklärung heißt es, dass „die Einführung der Abgabe in der Region als ungerecht und inadäquat angesehen wird, da sie die Realitäten des Fremdenverkehrs nicht berücksichtigt.“ In der Aussendung heißt es weiter: „AHETA würde sich nicht gegen die Einführung einer solchen Abgabe stellen, würde sie in einen bestimmten Landkreis oder regionalen Fonds fließen, der in Kooperation mit dem Privatsektor verwaltet wird. Und wenn dieser Fonds zur Steigerung der Attraktivität des Reiseziels Algarve bestimmt wäre.“ Der Verband schlägt die Verwendung der Einnahmen aus der Kurtaxe für Werbemaßnahmen und für die Strukturierung und Qualifizierung des touristischen Produkts sowie die Unterstützung von Projekten des nachhaltigen Tourismus und der Erholung und der Wiederherstellung des historischen Erbes vor. Nach Angaben von AHETA müssen die Mittel auch vorzugsweise für den Bau, die Instandhaltung und die Sanierung städtischer und touristischer Gebiete aufgewendet werden.
Doch es gibt weitere Kritik von den Hotelbetreibern an der Einführung der „Bettensteuer“. Denn in einer Zeit, in der die Nachfrage nachlässt und in der der mögliche Brexit bevorsteht, schüre die Abgabe zusätzliche Unsicherheit. Das könnte ein negatives Signal an die internationalen Märkte senden und den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen konkurrierenden Reisedestinationen bedeuten.

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