Kommunalwahlen

Von den insgesamt 16 amtierenden BürgermeisterInnen der Algarve stellen sich 15 erneut zur Wahl. Einzige Ausnahme ist der Sozialdemokrat Luís Gomes in Vila Real de Santo António, der wegen der gesetzlichen Begrenzung auf drei Amtszeiten in Folge, nicht antreten kann. Doch die Begrenzung ist nur für Bürgermeister gültig und nicht für deren Stellvertreter oder für die Stadtabgeordneten, obwohl diese zusammen mit den Bürgermeistern das Sagen haben und selbst viele der Entscheidungen treffen. Daher wird in Vila Real die derzeitige stellvertretende Bürgermeisterin Conceição Cabrita als Kandidatin der Sozialdemokraten antreten.
Die Partei für Menschen, Tiere und Natur PAN stellt erstmals Kandidaten für drei Rathäuser der Region: Margarida Maurício in Lagos, Isabel Machadinho in Albufeira und Paulo Baptista in Faro. Zudem stellt PAN-Kandidaten für den städtischen Rat von Loulé und den Gemeinderat von Almancil.
Bürgerbewegungen stellen sich nur in fünf Bezirken zur Wahl: In Monchique ist es die Gruppe Cidadãos Por Monchique (João Vairinhos Duarte); in Albufeira im zweiten Jahr in Folge Vontade Independente Viver Albufeira (VIVA, Ana Vidigal); die Bewegung Juntos por Tavira steht hinter dem Schuhputzer Carlinhos Nunes. In Portimão trat Mário Cintra aus der sozialdemokratischen Partei aus und stellt sich nun mit der Bewegung Nós Cidadãos zur Wahl. Auch der Sozialdemokrat José Estevens stritt sich mit der PSD-Algarve und ist nun der Kandidat der Bürgerbewegung Castro Marim Primeiro. Estevens konnte bei den Kommunalwahlen im Jahr 2013 wegen der Amtszeitbegrenzung nicht erneut in Castro Marim antreten und stellte sich in Tavira zur Wahl, während sein Parteikollege Francisco Amaral – ebenfalls wegen der Amtszeitbegrenzung – von Alcoutim nach Castro Marim zog. Amaral gewann, Estevens nicht. Seitdem gibt es Streit innerhalb der PSD von Castro Marim, die sogar dieses Jahr Amaral das politische Vertrauen entzog. Die PSD-Algarve steht jedoch weiterhin hinter Amaral und unterstützt seine Kandidatur.
An den Kommunalwahlen am 1. Oktober können auch ausländische Residenten aus den EU-Staaten teilnehmen sowie Staatsbürger aus Ländern, mit denen Portugal ein entsprechendes Abkommen hat. Das sind u.a. Brasilien, Kap Verde, Argentinien und Venezuela sowie Island, Norwegen und Neuseeland.

Foto: Amaral u. Estevens (Algarvepress)

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