In Salazars Büro übernachten

Die US-amerikanische Zeitschrift Condé Nast veröffentlicht jährlich eine Hitliste der besten Neuigkeiten aus der internationalen Hotelbranche. In diesem Jahr sind zwei portugiesische Hotels mit dabei: das Six Senses Douro Valley und die Pousada de Lisboa. Das erstgenannte Hotel wurde von der asiatischen Gruppe Six Senses gekauft und in ein Luxus-Resort umgewandelt. Jetzt gibt es dort 57 verschieden ausgestattete Apartments – alle mit Blick auf den Douro-Fluss. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und den Respekt, den uns die Condé Nast-Redakteure entgegenbringen. Sie entscheiden auf Grundlage ihrer eigenen Reiseerlebnisse“, sagte Nicholas Yarnell, der Direktor des Six Senses Douro Valley.
Wer in dem anderen von der renommierten Zeitschrift genannten Hotel übernachtet, kann auf geschichtliche Spurensuche gehen, denn in dem Gebäude im Zentrum der Hauptstadt war früher das Innenministerium untergebracht. Jetzt wurde es von der Gruppe Pestana zu einer Luxusunterkunft umgebaut. Die teuerste Unterkunft in dem Haus ist die 110 Quadratmeter große Suite Dom Pérignon, benannt nach einer Champagnermarke. Dort, wo heute finanzkräftige Gäste übernachten, war früher das Büro des Diktators António de Oliveira Salazar. Von den Zimmern der Pousada de Lisboa haben die Gäste eine Aussicht auf den Terreiro do Paço, die Rua Áurea, das Rathaus von Lissabon oder auf die Burg São Jorge.
Foto: Pousada de Lisboa am Terreiro do Paço

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