Grottenfahrten bergen Gefahr

Februar und März liegen zwar schon einige Wochen zurück, doch die Folgen der heftigen Regenfälle (s. ESA 4/18) sind immer noch präsent und stellen entlang der Felsküste der Algarve eine Gefahr dar. Daran erinnerte zu Beginn der Badesaison die Hafenbehörde von Portimão.
Verboten wurden Grottenfahrten nicht – dazu hat lediglich die portugiesische Umweltagentur APA Befugnis – doch die Hafenbehörde warnt, dass sie gefährlich sind, da Einsturzgefahr besteht und die Touristen darüber im Voraus informiert werden sollten.
Alleine im März kam es in einer Woche an 19 Stellen der Fels-Algarve zu Abbrüchen. Allgemein sei die Anzahl der Abbrüche wegen den starken Regenfällen, im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, so die Umweltagentur APA. In den letzten Jahren wurden immer wieder Sensibilisierungskampagnen durchgeführt, die auf diese Gefahr hinweisen und an den Stränden wurden Warnschilder angebracht. Doch bezüglich der Grotten, die nur vom Wasser aus zugänglich sind, wurde dies nicht getan. Deswegen rät die Hafenbehörde den Bootsausflug-Unternehmern nun einen Sicherheitsabstand von den Felsen zu halten. Dieser sollte eineinhalb Mal so groß wie die Höhe der Felsen sein.
Der regionalen Wochenzeitung Barlavento gegenüber, sagte Ricardo Arrabaça von der Hafenbehörde von Portimão, dass er das Interesse an Ausflügen entlang der Küste und an Grottenfahrten natürlich nachvollziehen könne, die Gäste sich jedoch darüber bewusst sein müssten, dass Abbruchgefahr besteht.
Im August 2009 starben fünf Personen bei einem Felsabbruch am Strand von Maria Luísa in Albufeira.
Foto: Anabela Gaspar

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