Finanzielle Anreize für E-Bikes

In ESA 12/18 berichten wir, dass die Umweltschutzorganisation ZERO und Verbände, die sich für urbane Fahrradmobilität einsetzen, die Regierung dazu aufforderten, die finanziellen Anreize für den Erwerb von elektrischen Autos und Motorrädern auf E-Bikes auszuweiten. Zudem sollten Fahrräder in die Förderungspolitik der Elektromobilität einbezogen werden.
Nun stimmte das Parlament im Rahmen des Staatshaushaltes für 2019 einem Vorschlag der Grünen zu, der diese Anreize für E-Bikes vorsieht. Der Staat wird bis zu 1.000 E-Bikes fördern. Die Höhe der Subvention oder der Begünstigung muss allerdings noch vom Umweltministerium festgelegt werden.
Seit Inkrafttreten der finanziellen Anreize im Jahr 2017, habe der Staat den Erwerb von 2.100 elektrischen Fahrzeugen mit zirka Euro 5 Mio. gefördert. Hinzu käme eine ähnliche Summe für Steuerbegünstigungen, wie die Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer (ISV) und der jährlichen Verkehrssteuer (IUC), so eine gemeinsame Pressemitteilung des Vereins für urbane Fahrradmobilität MUBi, des Radsportverbandes, des Zweirad-Industrie-Verbands Abimota und ZERO. Andererseits seien alleine 2016 – ohne jegliche Steuerbegünstigungen oder finanzielle Anreize – 3.000 E-Bikes verkauft worden. Die Verbände machten darauf aufmerksam, dass in Portugal lediglich 1 % der gefahrenen Strecken mit dem Fahrrad zurückgelegt werden; der EU-Durchschnitt liegt bei 8 % und die sozioökonomischen Vorteile der Radnutzung werden auf Euro 500 Mrd. pro Jahr geschätzt. Da mit dem E-Bike längere Distanzen zurückgelegt werden können, Hindernisse leichter zu überwinden sind und sie den Transport von schwererer Lasten, beispielsweise Einkäufe, ermöglichen, habe es enormes Potenzial, um das Auto im Stadtverkehr zu ersetzen.
Die staatlichen Förderungsmaßnahmen zur elektrischen Mobilität müssten alle Fortbewegungsmittel betreffen. Es würde keinen Sinn machen auf umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität setzen zu wollen, ohne dabei Fahrräder zu berücksichtigen, betonen die Verbände.

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