Facelift: Uferpromenade von Olhão

Mit einem 1,5 Mio. Euro teurem Renovierungsprojekt soll die gesamte Uferpromenade von Olhão modernisiert, aber gleichzeitig die Tradition und die Verbindung der Bewohner zur Ria Formosa bewahrt werden.
Am Jardim Patrão Joaquim Lopes sollen eine neue Informations- und Ticketverkaufsstelle für die Fähren und zwei neue Cafés sowie ein Picknickplatz gebaut werden. Der Kai, das bestehende Café und der Eisstand werden renoviert. Patrão Joaquim Lopes, ein in Olhão geborener Rettungsboot-Kapitän und Namensgeber des Gartens, der wegen seiner vielen Rettungsaktionen im 19. Jahrhundert zum nationalen Helden wurde, soll durch ein Monument geehrt werden.
Im Jardim do Pescador Olhanense am Westende der Uferpromenade sollen zusätzliche Bäume gepflanzt und mehr Freizeitflächen geschaffen werden, ohne jedoch die Mehrzweckeigenschaften der Anlage zu begrenzen, die es erlauben, dort verschiedene Events, wie das Meeresfrüchtefestival, zu veranstalten. Zu den neuen Freizeitflächen gehören zwei Spielplätze, ein Fitnessplatz und zwei Amphitheater.
Weitere Änderungen betreffen die Avenida 5 de Outubro. Kurz gefasst will das Rathaus diese Straße fußgängerfreundlich machen. Derzeit wird diskutiert, ob die Straße in Zukunft zur Einbahnstraße werde oder lediglich begrenzt für den Verkehr geöffnet sein solle. Laut dem Bürgermeister António Pina wird die Entscheidung im besten Interesse der dort ansässigen Geschäfte und der Markthalle getroffen und die Anzahl der Parkplätze erhalten bleiben.
Die öffentliche Ausschreibung findet in der zweiten Hälfte dieses Jahres statt und die Bauarbeiten sollen im Oktober beginnen. Ein Video, das die geplanten Renovierungen zeigt, ist bei YouTube abrufbar.
Der Umweltschutzverein Almargem begrüßt das Projekt, wundert sich jedoch, dass darin die geplante Erweiterung des Yachthafens nicht erwähnt wird und fragt, ob das Rathaus „endlich eingesehen hat, dass die Erweiterung des Yachthafens eine ‘Mauer von Booten’ darstellen und den Blick zur Ria Formosa beeinträchtigen würde“. Almargem kritisiert ebenfalls das Vorhaben des Rathauses, den Campingplatz von Fuseta abzureißen, um dort eine Tourismusanlage zu bauen.
Das Rathaus plant ferner einen Radweg zwischen Olhão und Faro und einen Wanderweg zwischen dem Strand von Fuseta und den Lagunen der Kläranlage Olhão-Poente, die bald stillgelegt wird. „Unser Ziel ist es, die Süßwasserlagunen zu erhalten, um ein Vogelgebiet zu schaffen“, so Pina.

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