Entwicklung am Immobilien-Markt

Die momentan üblichen Preise sowie das Immobilienangebot beeinflussen die Entwicklung am Immobilienmarkt. Wie der Verband der Immobilienmakler und -unternehmen (APEMIP) bekannt gab, wurden 2018 die Hälfte der Wohnungen in nur drei Monaten verkauft. Doch die Experten prognostizieren, dass sich in diesem Jahr der Zeitraum verdoppeln wird. Das verfügbare Angebot fängt an, der vorhandenen Nachfrage völlig zu genügen, so APEMIP-Präsident Luís Lima. „Zum einen sind die Preise für die mittlere und untere Mittelschicht absolut unerschwinglich. Zum anderen schrecken die hohen Preise auch potentielle Käufer ab, die das Gefühl haben, der Markt sei zu heiß. Das verzögert das Geschäft“, so Lima in einer Aussendung. Die Lösung bestehe darin, „das Angebot für die mittlere und untere Mittelschicht zu erhöhen und die Preise an die Realität des Marktes anzupassen.“ Damit könne es zu „wesentlich schnelleren und transparenteren Geschäften kommen.“ Der Präsident des Verbandes sieht es in der Natur der Sache, dass Eigentümer einen möglichst hohen Preis erzielen möchten. „Doch beim Festlegen der Verkaufspreise werden wichtige Faktoren häufig nicht berücksichtigt. Dazu zählen Standort und Qualität der Immobilien“, so Lima. „Dieser Trend führt dazu, dass die Preise nicht mehr dem tatsächlichen Marktwert entsprechen. Deshalb bleiben die Wohnungen und Häuser länger im Portfolio.“ Er appelliert an Händler und Verkäufer, dass sie sich der Notwendigkeit bewusst werden, einen realistischen Markt zu fördern. Damit könne sich dieser wieder erholen. „Denn wir leben in einer Zeit, in der das Problem nicht ein Mangel an potentiellen Kunden ist, sondern ein Mangel an Immobilien. Das ist aber keine Rechtfertigung dafür, zu hohe Preise zu verlangen und somit das Ungleichgewicht zu verstärken, das ohnehin bereits zwischen Angebot und Nachfrage herrscht.“

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