Chaos wegen Streik

Der Streik der Gefahrgutfahrer führte zu einem Kraftstoff-Versorgungsengpass und hinterließ Tausende von Tankstellen ohne einen Tropfen. Die Mindestdienstleistung wird die Situation nicht lösen, garantiert die Gewerkschaft der Gefahrgutfahrer, die einen Sonderstatus, bessere Arbeitsbedingungen und eine Gefahrenzulage fordern.
Endlose Warteschlangen an den Tanksäulen, fast 3.000 ausverkaufte Tankstellen, ernsthafte Einschränkungen beim Flugbetrieb in Faro und Lissabon, Warnungen von Transportunternehmen im ganzen Land. Der Streik droht das Osterwochenende für viele Familien und das Geschäft vieler Unternehmen zu ruinieren.
Das gestrige Treffen zwischen der Nationalen Vereinigung der Gefahrgutfahrer, der Nationalen Vereinigung der öffentlichen Güterkraftverkehrsunternehmen (ANTRAM) und der Regierung endete lediglich mit der Vereinbarung, dass es einen Dialog zwischen den Parteien geben wird. Wann und ob er erfolgreich sein wird, ist nicht bekannt. Die Gewerkschaft stimmte zu, die Mindestdienstleistungen zu erbringen, garantiert aber gleichzeitig, dass dies nur ein “Linderungsmittel”sei. “Der kritische Zustand des Landes wird sich verschlechtern!”, so ein Sprecher der Gewerkschaft.
Laut der VOST Portugal-Plattform, die geschaffen wurde, um die Verbraucher bei diesem Streik darüber zu informieren wo nicht mehr getankt werden kann, musste Galp am meisten Tankstellen schließen (173), gefolgt von Repsol (103), BP (84) und Prio (79) – und dies am zweiten Tag des Streiks.
Der Flughafen von Lissabon wurde gestern noch beliefert. Die GNR begleitete sieben Tankwagen von Aveiras de Cima bis Portela, um den Betrieb  des Flughafens zu sichern. Dies war allerdings die einzige Kraftsstofflieferung im Land.  Einige Flüge von Fluggesellschaften, wie EasyJet oder Ryanair, machten Stopps in Spanien, um dort zu tanken. Der Ryanair-Flug von Faro nach Berlin (17.05 Uhr) machte einen Stopp in Sevilla.
Foto von Anabela Gaspar: Cepsa-Tankstelle Silves/Lagoa an der A22 gestern gegen 21 Uhr

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